Ich wurde 1955 in Bremen geboren. Nach der Mittleren Reife absolvierte ich 2 Jahre Praktika in der Techma Schmidt & Koch-Maschinenfabrik, im Bankhaus Neelmeyer und in der Werkstatt des VW-Händlers Schmidt & Koch. Nach dem Fachabitur an der Fachoberschule für Technik kam ich 1975 als Wehrpflichtiger zur Bundeswehr. In einer Nachschubeinheit in Delmenhorst war ich für die Beschaffung von Ersatzteilen für den VW Kübel (Typ 181) zuständig. Die Teilversorgung des Kübels erfolgte nicht zentral über die Bundeswehr, sondern dezentral über das VW-Händlernetz. Als Dienstfahrzeug nutzte ich neben dem 181 noch einen MAN 5 tgl (Emma), der mit seinen 130 PS ziemlich lahm war und abgeregelt eine Höchstgeschwindigkeit von nur 69 km/h brachte. Routinetouren zu den westfälischen Bw-Depots und VW-Händlern dauerten ewig.
Nach dem "Bund" studierte ich ab 1976 mit mäßigem Erfolg 6 Semester Maschinenbau an der Hochschule für Technik (Lieblingsfach Konstruktionslehre). Letztendlich scheiterte ich an Chemie und Thermodynamik. Es folgten 8 Semester Betriebswirtschaftslehre (Lieblingsfächer EDV, Marketing und Unternehmensgeschichte) mit mehr Erfolg. Während des Studiums machte ich mich 1980 mit einer Firma für Borgward-Kfz-Ersatzteile und Automobil-Literatur selbstständig. Zwischenzeitlich arbeitete ich in den Semesterferien in der Park-Werbeagentur; ab 1983 dort hauptberuflich als Projektmanager.
Mein erstes Buch, Büchlein wäre der passendere Ausdruck, erschien 1987. Es handelte, wie konnte es anders sein, vom VW-Kübel 181. Die Nachfrage war groß, sodass ich den Ersatzteilhandel aufgab und einen kleinen Verlag aufbaute. Das Programm umfasste die Themen Auto, Motorrad, Luftfahrt und den Tod. Das Grabinschriften-Buch "Hier liegen meine Gebeine, ich wollt es wäre Deine!" verkaufte sich rund 60.000 mal. Die Auflagen der Sachbücher zu den anderen Themen lagen zwischen 2.000 und 4.000 Exemplaren.
Ende der 80er-Jahre gründeten Rainer Baues, Ute Nennstiel und ich die später legendär gewordene Motorrad-Zeitschrift „GummikuH/Past perfect“.
1995 verkaufte mir die Witwe des Lloyd-Fotografens Gerhard Schammelt seinen Nachlass. Ich erhielt für 5.000 DM die Nutzungsrechte sowie ungefähr 6.000 Bilder mit Lloyd- VW- und Unimog-Motiven (Positive und Negative). Durch den Kauf weiterer Archive bekannter Automobil-Fotografen (z.B. Borgward-Fotograf Walter Richleske, Goliath-Fotograf Karl-Heinz Witte, ) konnte ich annähernd 120.000 hochwertige Fotos aus den Jahren 1950 bis 1975 erwerben. Die Aufnahmen nutze ich für die Illustration meiner Bücher und stelle sie auch der Medienbranche zur Verfügung.
Mitte der 90er-Jahre startete ich die Buchreihe „Autos aus Bremen“, welche die traditionsreiche Geschichte der Bremer Kraftfahrzeugindustrie (Borgward, Hanomag, Mercedes) darstellt. Voraussichtlich erscheint im Mai 2026 der 17. Band (Borgward: Männer - Bauten - Prototypen).
Im Delius Klasing Verlag gab ich von 2004 bis 2015 die Reihe „Bewegten Zeiten“ heraus. Die Bände gehören zu den meistverkauften Auto-Büchern Deutschlands.
2023 schrieb ich gemeinsam mit dem Kollegen André Wagner einen Krimi (Klenk und das Phoenix Komplott), der in dem Zeitraum Frühjahr 1953 bis Mai 1955 spielt und die Bedrohungen der Borgward-Gruppe zum Thema hat. Die Story basiert auf historischen Ereignissen. Ein Folgeband soll 2026 veröffentlicht werden.
Nach 46 Jahren gab ich im Dezember 2025 meinen Verlag auf und widme mich seit dem als "Selfpublisher" nur noch der Erstellung eigener Bücher. Selbstverständlich meinem Lebensthema "Borgward" gewidmet.
Im Rückblick waren es Menschen, die mir bewusst oder unbewusst die Richtung meines Lebens wiesen.
Meine Eltern bestanden darauf, dass ich Maschinenbau-Ingenieur werden sollte, obwohl ich Grafiker als Berufswunsch hatte. Begründung meines Vaters: "Der Junge schraubt an Mopeds rum und soll es mal besser haben als ich! Und Grafiker wird der nicht, das ist brotlose Kunst!"
In den Praktika erwarb ich die Grundkenntnisse Feilen (wochenlang an der Werkbank gestanden), Drehen, Fräsen, Hobeln, Schweißen usw. In der Bank weckte der Leiter der EDV-Abteilung mein Interesse an Computern (damals noch Steuerung mit Lochkarten). Der VW-Händler Schmidt & Koch setzte mich in der Motoreninstandsetzung und - Generalüberholung ein. Sehr lehrreich!
Bei der Bundeswehr zeigte mir der Kompaniechef Hptm Hans-Joachim Schaprian was faire und motivierende Führung ist (später Oberst, Berater der SPD in verteidigungspolitschen Fragen).
Die 6 Semester Maschinenbau ermöglichten mir, dass ich Technik-Fachbücher und Ingenieure verstehen kann. Eine meiner schriftstellerischen Aufgaben sehe ich daher darin, komplexe technische Vorgänge so zu beschreiben, dass ein
Oldtimer-Fan mit kaufmännischen Hintergrund sie versteht.
Und umgedreht: Wirtschaftsvorgänge für Techniker verständlich erklären.
Ein entscheidender Wegweiser war Prof. Dieter Leuthold von der Hochschule Bremen, Fachbereich Wirtschaft. Er brachte mich durch seine Vorlesungen zur Unternehmensgeschichte dazu, mich intensiv mit der Historie der Borgward-Gruppe zu befassen und das beruflich zu nutzen.
Der Handel mit Borgward-Ersatzteilen war ein Umweg zu dem mir damals noch nicht bewussten Ziel "Borgward-Geschichte". Aber der Erfahrungsgewinn war enorm.
Bei Hans Holstein in der Park-Werbeagentur habe ich gerne gearbeitet und viel gelernt. Das half mir später bei der Recherche zum Thema Borgward und bei der Vermarktung meiner Bücher.
Es gab zahlreiche weitere Mentoren. Stellvertretend für die vielen mich unterstützenden Borgward-Zeitzeugen stehen Helmut Auschra, Karl-Heinz Bädeker, Karl-Heinz Bode, Monica Borgward, Harro Hartmann, Fritz Hattesohl, Joachim Keibel, Wolfgang Klappan, Friedrich Kosche, Rüdiger Schaarschmidt, Dieter Struckmann, Willy Tegtmeier, Fritz Unruh und Heinrich Völker.
Werkverzeichnis
Man kann ein Auto nicht wie ein menschliches Wesen behandeln.
Ein Auto braucht Liebe.
Walter Röhrl
Gekauft: 1973 für 30 D-Mark
Minus: Ging nach einer halben Stunde Fahrt aus. Fehler später gefunden: Fett unter dem Unterbrecher
Seele: unbekannt, war nur kurz bei mir
Gekauft: 1980
Straßenlage: sehr gut
Plus: viel Platz, entspanntes Fahren
Minus: schwierige Ersatzteilversorgung
Seele: sehr gut
Motorrad-Zeitschrift GummikuH/past perfect
1989 bis 1992 - Redaktion
Testmaschine von MZ
Straßenlage: herrlich leichte Maschine,
extrem handlich
Seele: mengenmäßig
Gekauft: 2011
Macken: Teure Reparaturen + Inspektionen, Sicht des Fahrers eingeschränkt
Straßenlage: Der Wagen verspricht mehr als er hält. Ist halt Golf IV-Fahrwerk.
Seele: wenig
Gekauft: 2017 mit 50.000 km
Macken: Eng im Fahrer-Fußbereich, Seitenscheiben lassen sich nicht ganz versenken, Heizung
Straßenlage: hervorragend
Seele: super, daily-driver
Foto: Michael Paz, auto-photography.de
Die Besten:
- Borgward P 100
- Mercedes 190 E (W201)
- Mercedes 220 Sb (W 111)
Foto: Michael Paz, auto-photography.de
- Volvo Kombi 740 GL
Seelenlose Kfz:
- Audi TT, Seat Altea, Golf II
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