Chronik

Verlag Peter Kurze · Freudenbergstr. 4 · 28213 Bremen · 0421 / 223 88 18 · E-Mail

BC 1956_0109

Auf dem Titel der Borgward-Chronik ist die Limousine der Oberklasse, Borgward Hansa 2400 Pullman, zu sehen. Die Aufnahme entstand 1956 in Steinhude.

BOR_RS_botze_NEG0021-400

Borgward Rennsportwagen 1956 beim Solitude-Rennen in Stuttgart.

BOR_1955-00_Film-502_eb_0011-400

Der repräsentative Hansa 2400 Pullman kam im September 1956 auf den Markt.
 Hier testet der Chef selbst: In der Erprobungsphase 1955/56 fuhr Firmenchef Carl F. W. Borgward einen Prototyp.

Die Borgward-Chronik - Band 1956

Besser fahren, Borgward fahren

Neues Buch: Borgward im Wirtschaftswunder

Der Bremer Autor Peter Kurze brachte einen weiteren Band seiner Borgward-Chronik heraus. Das Buch ist ein Streifzug durch das Jahr 1956.

Kurze schildert mit Hilfe zahlreicher Fotos den Werksalltag und das Fahrzeugprogramm des Bremer Autoherstellers Borgward und der Schwesterfirmen Goliath und Lloyd. Die drei Unternehmen, die „Borgward-Gruppe“, gehörten Carl F. W. Borgward (1890-1963). Die Werkshallen befanden sich in den Bremer Stadtteilen Sebaldsbrück, Hastedt und Neustadt sowie in Osterholz-Scharmbeck. Bis zu 22.000 Mitarbeiter fertigten von 1924 bis zum Konkurs 1961 mehr als eine Million Fahrzeuge. Eine spektakuläre Pleite! Doch 1956, mitten in der Wirtschaftswunderzeit, sah alles noch gut aus.

Die einzelnen Jahres-Bände der Chronik „Besser fahren, Borgward fahren“ vermitteln dem Oldtimer-Fan und dem an Bremer Geschichte interessierten Leser Fakten und geben ihm einen genauen Überblick über den Werdegang der Bremer Automobil-Unternehmen.

Die Borgward-Gruppe fertigte Kleinwagen, PKW, Rennfahrzeuge und Lastwagen. Dazu kam der Bau von Prototypen, Rekordwagen und Panzern. Neben diesen Projekten beleuchtet die Chronik auch die wirtschaftliche Seite der Firmen. Ebenso gibt es Beschreibungen der Lebensgeschichten der führenden Techniker und Kaufleute. In diesem Band werden der Flugzeugkonstrukteur Prof. Dr.-Ing. Henrich Focke (bei Borgward von 1956 bis 1961) und der Versuchsingenieur Heinrich Völker ausführlich vorgestellt.

Durch intensive Recherchen in Archiven und Interviews mit mehr als 200 Zeitzeugen sind erneut unbekannte Dinge an das Tageslicht gekommen. So stellt der Autor die Entwicklung des Kübelwagens dar, von dem die Bundeswehr annähernd 6.000 Stück kaufte. Nicht verschwiegen wird der Misserfolg, den das Goliath-Werk in gleicher Sache mit einem Geländewagen hatte. Die Bundeswehr bevorzugte den „Jeep“ der bayerischen DKW Werke. Goliath kam über eine Vorserie von knapp 100 „Jeeps“ nicht hinaus.

Die Chronik befasst sich auch mit dem Motorsport. Borgward und Goliath nahmen 1956 an der härtesten Rallye der Welt teil. Die Strecke der Tour d´Europe führte von Hannover nach Spanien, Italien, Griechenland, in die Türkei und zurück nach Hannover. 13.400 Kilometer in 12 Tagen, 1.100 Kilometer pro Tag, vorgeschriebene Durchschnittsgeschwindigkeit 50 Kilometer pro Stunde, Fahrzeit pro Tag 22 Stunden. Diesen Anforderungen waren nur 11 Teams von 40 gestarteten gewachsen. Lediglich ein Wagen aus der Goliath-/Borgward Mannschaft erreichte in der vorgeschriebenen Zeit dass Ziel.

1956 setzte Borgward im Rennsport erstmals einen 4-Zylinder-Einspritzmotor ein. Dieser Motor lieferte 150 PS und beschleunigte die  Borgward RS auf 250 Kilometer/Stunde. Damit bekamen die Porsche Rennwagen einen sehr starken Konkurrenten.

Buchdaten:
96 Seiten
164 Abbildungen
Hardcover
Format 17 × 24 cm
Gewicht: 462 g
Verkaufspreis: 19,90 EUR
ISBN: 978-3-927485-56-3

Bisher sind die Bände 1956, 1957,1958 und 1959 der Borgward-Chronik „Besser fahren, Borgward fahren“ erschienen.

Erhältlich im Buchhandel und im Shop
www.peterkurze.de