Obering. Dietrich Struckmann

geb. 7. Mai 1900
gest. 19. Oktober 1969

Struckmann erlernte das Schlosserhandwerk und ging danach zum Technikum Bremen (heute Hoschule Bremen Fachbereich Technik), um Maschinebau zu studieren. Um 1922 kam er als Jungingenieur zu den Hansa-Lloyd-Werken, die Ende der 20er Jahre von Carl F.W. Borgward und Wilhelm Tecklenborg übernommen wurden. Während des Kriegs war Struckmann “unabkömmlich” (uk) gestellt und leitete den Torpedobau. Am Ende des Krieges nahm Struckmann Pläne der Torpedos mit nach Hause und versteckte sie, damit sie nicht den englischen bzw. amerikanischen Besatzern in die Hände fielen. Bei einer Durchsuchung seines Hauses durch die Engländer wurden die Pläne entdeckt und man sperrte Struckmann für eine Woche in die ehemalige Lettow-Vorbeck-Schule (heute Gymnasium an der Hermann-Böse-Straße) ein, in der im September und Oktober 1945 auch Carl F.W. Borgward inhaftiert gewesen war.

Für ungefähr zwei Jahre arbeitete Struckmann in einer Dachpappenfabrik im Hemelinger Hafen und stieg dann bei Borgward wieder ein. Er leitete den LKW-Bau in Halle 2. Ihm unterstand auch das LKW-Werk in Osterholz-Scharmbeck.

Nach dem Konkurs übernahm der LKW-Produzent Büssing das Werk Osterholz-Scharmbeck und damit auch Struckmann als Werksleiter.

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