Obering. Karl Ludwig BRANDT

geb. 8. März 1907
gest. 30. August 1990

Der Bremer “Kalu” Brandt absolvierte 1924 ein Praktikum bei den Hansa-Lloyd Werken. Ab 1926 studierte er Maschinenbau am Technikum Bremen (heute Hochschule Bremen, Fachbereich Technik) und begann 1929 im Konstruktionsbüro bei den Goliath-Werken, deren Inhaber Carl F.W. Borgward war. 1936 wechselte er zu Argus-Berlin und drei Jahre später zu BMW. Dort hatte er mit den Versuchen zur Einspritzung bei Otto-Motoren zu tun.

Mitten im Krieg ging der 36jährige Ingenieur zu den Borgward-Werken zurück und rückte nach dem Tode von Chefkonstrukteur Scarisbrick zum ersten Motorenkonstrukteur auf.

Brandt ist der Schöpfer der Hansa 1500/1800-, der Isabella-, der P 100-, der LKW- und aller Rennsport-Motoren.

Nach dem Konkurs der Borgward-Gruppe im Jahre 1961 wurde Brandt “nahtlos” von Hanomag übernommen und überarbeitete dort das teilweise völlig überalterte Motorenprogramm.

1972 ging dieser “geniale Motorenkonstrukteur” in den Ruhestand.

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