Hans B E R T U L E I T

geb. 1922
gest. Mai 1998

Bertuleit geriet während des Krieges in amerikanische Gefangenschaft, aus der er im August 1945 entlassen wurde. Er holte aus Dresden seine Braut und kaufte dort in der SBZ (sowjetisch besetzten Zone) Briefmarken, die er zurück in seiner Heimatstadt Bremen an Sammler veräußerte. Der Gewinn, Zusammen mit dem Geld aus seiner Tätigkeit als selbstständiger Handelsvertreter, wurde investiert: Ein Victoria-Hilfsmotor trieb nun sein gebrauchtes Fahrrad (Kaufpreis mehrere Stangen Zigaretten) an.

1949 begann Bertuleit als Verkäufer in der Borgward-Verkaufsgesellschaft (Bremen-Hastedt) und bekam 1950 das Angebot, Verkaufsleiter bei der Lloyd Maschinenfabrik zu werden. Doch der Monatsverdienst von 480 DM reizte ihn nicht, da er als Borgward-Verkäufer wesentlich mehr verdiente (Einige Tage später nahm Willy Tegtmeier den Job an. Tegtmeier war der spätere kaufmännische Direktor der Lloyd Motoren Werke).

1955 rückte Bertuleit zum Verkaufsleiter Borgward Lastkraftwagen auf. In dieser Position entwickelte er ein revolutionäres LKW-System, das aber durch den Konkurs der Borgward-Gruppe nicht mehr zum tragen kam. Er war ebenfalls an der Konzeption des P 90 (abgespeckter Borgward P 100) beteiligt.

Die Gründung der Interessengemeinschaft der Borgward-Händler 1961 war mit sein Werk.

Nach dem Konkurs arbeitete er bei Massey-Ferguson in Kassel.